Herzlich Willkommen

möchte ich hier alle heißen, die sich zu den Glücklichen zählen, Katzen- oder Griechenlandfreunde oder im Idealfall beides zu sein. Und wer weiß: vielleicht läßt sich ja der eine oder andere von Euch auch "bekehren"? Schön wär´s!

 

Kennt Ihr das Gefühl, eine Initialzündung zu haben, eine Idee, die sich festfrisst? Man ist irgendwo, sieht irgend etwas, assoziiert heftigst dazu und es macht PENG und man hat einen Gedanken im Kopf, der sich hartnäckig einnistet und darauf drängt, in die Realität umgesetzt zu werden.


So ging es mir im Herbst 2008 bei einem Urlaub auf Rhodos. Meine Frau Gisela und ich besuchten einen verschlafenen Ort an der Südostküste. Wir schlenderten durch menschenleere Gassen eines pitoresken Ensembles aus liebevoll restaurierten Häusern, eingebettet in ein Meer aus Pflanzen und Blüten. Obwohl wir keine Menschenseele sahen oder hörten, fühlten wir uns ständig von Blicken verfolgt. Es dauerte, bis wir bemerkten, dass wir von zahlreichen Hausdächern herunter von ebenso zahlreichen Katzen argwöhnisch beobachtet wurden, die jeden unserer Schritte überwachten. Keine Menschen - nur Katzen. Es schien so, als ob sie die Herrscher dieses Orts waren. Und damit war die Vorstellung eines Dorfs, das von Katzen regiert wird, geboren. Zunächst war es nur ein amüsanter Gedanke, den wir beide noch eine Zeit lang weiter spannen und dann beruhigten sich die Wogen wieder, aber so ganz kam ich davon nicht mehr los.

 

Wer sich mal anschauen möchte, wie es in Lachania damals ausgesehen hat, der kann das auf youtube unter www.youtube.com/watch?v=cv7c2GuTbU0 machen.

 

Im Urlaub hat man ausreichend Zeit, auch verrückten Gedanken ausgiebig nachzuhängen. Auf dem Rückflug war mir bereits klar, dass ich etwas tun musste, was mir auf dem Hinflug im Traum nicht eingefallen wäre: nämlich das Erlebte niederzuschreiben, zumindest es zu versuchen.


So setzte ich mich an einem trüben Novembertag 2008 an den Laptop und tippte einfach drauf los. Geplant war eine Art Kurzgeschichte, aber die Idee hatte schon zu viel Zeit gehabt, um zu gären und Blasen zu werfen. Sie entwickelte ein kräftiges Eigenleben und aus der Kurzgeschichte wurde ein Fantasy-Roman. 


Natürlich sind Katzen die grossen Helden darin. Sie sind die heimlichen Herrscher eines kleinen Dorfs und zusammen mit einer Handvoll Menschen in eine düstere Prophezeiung verstrickt.  Ausgangs-, Dreh- und Angelpunkt des Geschehens ist eine unbekannte Insel in der Ägäis, wo die Titelheldin eigentlich nur Urlaub machen wollte. Aber die Prophezeiung hat andere Pläne mit ihr.


Die erste Auflage des Romans habe ich im Eigenverlag drucken lassen und mich dann  - versiert von Gisela unterstützt - um die Vermarktung gekümmert. Neben ein paar Lesungen und Vorstellungen in Buchhandlungen wurden auch die örtlichen Medien aufmerksam gemacht www.merkur-online.de/lokales/landkreis-freising/aussergewoehnlichen-samtpfoten-dorf-katzen-487203.html

 

Diese erste Auflage in gebundener Buchform war in knapp sechs Wochen ausverkauft....

 

Und das war es dann eigentlich für mich. Der Druck von kleinen Auflagen im Eigenverlag gehört nicht gerade zu den billigsten Freizeitaktivitäten, denen man sich so hingeben kann. An sich war es ein +/- Null-Geschäft. Um in die Gewinnzone zu kommen, hätte ich das Buch zu einem Preis anbieten müssen, der einen Verkauf unmöglich gemacht hätte. Also: erste Auflage weg, Ego befriedigt, Schluss.

 

Dachte ich.

 

Denn dann kamen immer stürmischer die eBooks auf den Plan. Und mit ihnen hat sich ein neues Marktsegment aufgetan, das ich jetzt - mit einer neu überarbeiteten Auflage - beackern möchte. Das Buch ist bei Amazon im Kindle-Shop unter "Dorf der Katzen" erhältlich.  www.amazon.de/Dorf-der-Katzen-ebook/dp/B00AWMG6MW/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1357401323&sr=8-1

 

Und für all diejenigen unter Euch, die grundsätzlich oder gerade jetzt keine Lust auf ein neues Buch haben, sondern sich lieber durch ein paar Fotos clicken wollen, gibt es hier (unter unsere Fellnasen und den beiden Galerien für Katzen bzw. Griechenland) viele Fotos von Katzen und Griechenland zu sehen. Wer weiß, vielleicht machen die Fotos ja dann doch Lust auf´s Buch? Oder auf einen Urlaub in Griechenland?

 

Laßt mich in diesem Zusammenhang eine Lanze für dieses Land brechen: es mag wohl sein, dass in Athen oder Thessaloniki die Flaschen und Steine fliegen, dass sich der Müll auf den Straßen türmt und Schaufensterscheiben mit Brettern vernagelt sind. Es trifft leider auch zu, dass Ausländer, speziell Deutsche, in finstren Gassen angepöbelt oder auch zusammengefaltet werden. Aber das ist noch lange kein Grund, NICHT nach Griechenland zu reisen! Macht doch einen Bogen um die Ballungszentren oder wenigstens die problematischen Bezirke dort! All die geschilderten Umstände können Euch auch in jedem Bahnhofsviertel oder sozial "heißen" Ecke in jeder beliebigen deutschen Großstadt begegnen oder widerfahren. In Hamburg brennen regelmäßig Autos, in Berlin sind Randale an der Tagesordnung, in München auf dem Oktoberfest gibt es regelmäßig zahlreiche Verletzte und auch immer wieder Tote zu beklagen und die erschreckend sinnlose Gewalt und Brutalität in U-Bahnen mit Toten und Verletzten ist ein trauriges Phänomen in fast jeder deutschen Großstadt. Der Boom, diese Städte zu besuchen, ist aber nach wie vor ungebrochen. Trotz der latenten Gefahr, in die man sich dabei begibt.

 

Aber wenn im Februar auf dem Syntagma-Platz in Athen die Wasserwerfer auffahren, dann stornieren die Leute ihren August-Urlaub auf Korfu...

 

Warum ein ganzes Volk dafür büßen lassen, was militante Chaoten anrichten und über das hier in den Medien ebenso sensationsgeil wie einseitig berichtet wurde und wird? Ich will hier nicht ins Detail gehen, aber was speziell ein großes bild-endes Dixi-Kloblatt in diesem Zusammenhang geschrieben und verbrochen hat, läßt sich nicht in Milliarden beziffern: ein ganzes Volk wurde als arbeitsscheu und kriminell abgewatscht!

 

Also Leute: meidet die Großstädte mit ihrem sozialen Sprengstoff und fahrt auf die Inseln, fahrt nach Rhodos, Naxos, Kreta, Samos, Karpathos und und und. Laßt dort, wenn es geht, die Hotelghettos links liegen. Schei... auf "all incl. 2 Wochen mit Flug ab EUR 299,--", an dem das Land keinen Cent verdient, sucht Kontakt mit der Bevölkerung. Wohnt in Studios und Appartements mit Familienanschluss. Geht in die Tavernen, wo auch Einheimische hingehen. Überzeugt euch selbst, wie fleißig die Leute dort sind/sein müssen. Redet mit dem Tavernenbesitzer, der einen 16-Stunden-Tag hat und bei dem die ganze Familie vom Kind bis zur Oma mitarbeiten muß, damit während der sechs Monate Saison genug reinkommt, um davon ein ganzes Jahr zu leben. Nehmt die ungebrochene Herzlichkeit und Freundlichkeit der Menschen dort zur Kenntnis. Und keine Angst: fast alle Griechen sprechen Englisch und viele auch Deutsch!

 

Wohl bemerkt: ich rede vom "normalen" Griechen, nicht von skrupel- und gewissenlosen Geldhaien, die ihr Geld ins Ausland schaffen und schachern und korrumpieren, wo es nur geht (solche soll es bei uns übrigens auch geben...) und nicht von unterbezahlten und gestressten Angestellten in Hotelsilos oder von abgebrühten Goldkettchenverkäufern in Rhodos-Stadt. Ich rede z.B. von der 90-jährigen krummrückigen Oma im Bergdorf von Kreta, wo wir Deutschen uns vor 70 Jahren nicht gerade zimperlich aufgeführt haben und die dir lächelnd einen Apfel reicht, weil du im Vorbeigehen - so wie sich das gehört - höflich gegrüßt hast.Ich rede von der Frau des Wirts, die dich in ihre Kochtöpfe blicken und schnuppern läßt, damit du dir dein persönliches Essen aussuchen kannst. Ich rede von dem Mann, den du am Straßenrand zwischen zwei Orten mit deinem Leihwagen aufgabelst und mitnimmst und der dir beim Aussteigen als Dank ein Kilo Orangen aufdrängt. 

 

Wußtet ihr, dass die griechische Sprache für "Fremder" und "Gast" nur ein Wort kennt, nämlich "xenos"? Als Fremder bist du zunächst erst mal automatisch auch Gast. Denkt mal darüber nach, sorgt dafür, dass nicht auch noch das letzte, was dieses Land hat, nämlich sein Tourismus, vor die Hunde geht, nur weil ein paar fette Aasgeier auf den Ruin dieses Landes spekuliert haben und eben diesen Ruin dann auch haben wollen - auch wenn er über die Medien gewaltsam herbeigeführt werden muß, indem aufgebauschte Horrormeldungen hinausposaunt werden, bis sich wirklich keiner mehr hinzufliegen traut. 

 

Einfach mal vor Ort ein BILD machen und nicht am Stammtisch oder Kiosk!

 

Meine Frau und ich machen uns jedes Jahr dieses Bild, oft sogar zweimal pro Jahr und das seit 30 Jahren. Fazit: benimm dich als Gast und du bleibst kein Fremder, sondern wirst Freund. Wir haben Freunde in Griechenland und wir sind stolz darauf!

 

So, das mußte mal raus!

 

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Januar 2014

 

Die obigen Zeilen habe ich geschrieben, als diese Seite erstellt wurde. Mittlerweile sind einige Monate vergangen. Griechenland und seine Situation sind aus den Headlines verschwunden, die Boulevardhetzer haben längst andere Themen gefunden, schüren andere Ängste, Vorurteile und Ressentiments. An der Lage Griechenlands, an seiner kollabierenden Infrastruktur und seinem bereits am Boden liegenden Sozialsystem hat sich wenig geändert, manches sogar zum noch Schlechteren. So ist es ein kleiner Silberstreif am Horizont, dass die Urlaubsbuchungen für 2014 deutlich angezogen haben. Ich kann es nur wiederholen: Leute, fahrt bzw. fliegt hin. Es ist so sicher wie eh und je dort, mittlerweile sind auch in den Großstädten keine Krawalle mehr zu befürchten. Natürlich gibt es immer wieder Streiks, welche z.B. den Flug- oder Fährverkehr beeinträchtigen oder sogar zu Versorgungsengpässen auf einzelnen Inseln führen können. Nur: das gab es vor 15 Jahren auch schon und da hat sich keiner großartig aufgeregt. Wer heute nach Fernost düst oder Südamerika, den dürften weitaus mehr Unannehmlichkeiten und auch Gefahren erwarten....